Orgelprojekt Eisenberg

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Keates-Orgel von 1909

 

Die Keates-Orgel der Stadtkirche St. Peter

Great (C-a''')

 

Open Diapason
Salicional
Rohrflöte
Flute Harmonique

8'
8'
8'
4'

Swell (C-a''')

 

Geigenprincipal
Lieblich Gedackt
Viol d'Orchestre
Oboe

8'
8'
8'
8'

 

Pedal (C-f')

 

Bourdon

16'


Spielhilfen: Koppeln (I/II, I/Ped, II/Ped)
Stimmung: gleichschwebend

 

Albert Keates (1862-1950) "wurde in Hanley ausgebildet, arbeitete als Chefintonateur bei Brindley & Foster in Sheffield und machte sich dann 1885 selbstständig. Seine Orgeln sind anfangs durch den deutschen Einfluss der Tradition Johann Friedrich Schulzes geprägt, welches sich vor allem bei der Bauweise und Intonation der Prinzipale und Mixturen zeigt. Dieses ist durch Karl Schulze bedingt, der bei Friedrich Schulze lernte und den Keates bei Brindley & Foster abwerben konnte. Zwischen den beiden Schulzes bestand allerdings keine Verwandtschaft." (Quelle: wikipedia)

Dieser Johann Friedrich Schulze (1793-1858) war Orgelbauer in Paulinzella. Die klanglichen Grundlagen unserer englischen Orgel liegen also in Thüringen! Über selbigen Schulze heißt es obendrein: "Besonders die Orgelbaufirma Schulze brachte im 19. Jahrhundert zahlreiche Neuerungen im Sinne von T.G.H. Trost in den Orgelbau ein. Sie setzte mit dem Geist einer phantasievollen und progressiven Orgelbauwerkstatt den Weg der Trostschen Orgelkunst in Thüringen fort." (Quelle: Felix Friedrich in "Die Orgeln von T.G.H. Trost). Dieser berühmt gewordene Tobias Heinrich Gottfried Trost hat ja bekanntlich die Orgel der Schlosskirche zu Eisenberg erbaut und sein letztes Werk in der Eisenberger Stadtkirche (leider nicht mehr erhalten).


2007 kam eine der ersten Keates-Orgeln (Zwei Manuale, 26 Register, erbaut ebenfalls 1909) nach Deutschland und zwar nach Horbach in Hessen. Ein schöner Bericht darüber aus der Fachzeitschrift Ars Organi ist hier zu lesen.

Unsere Keates-Orgel:

Unser Instrument nun ist sehr klein (Standfläche 1,60 mal 2,55 Meter, allerdings 4-5 Meter hoch) und hat auch nur neun Register. Stilistisch lässt sie sich in den Bereich der "symphonischen Orgel" einordnen. Damit ist sie von der Donat-Trost-Orgel in der Schlosskirche (Barock) und der Böhm-Orgel der Stadtkirche (Moderne/Neobarock) sehr verschieden.
Diese symphonische Orgel im Mini-Format hat zwar eine etwas ungewöhnliche Disposition (Registerzusammenstellung), weil sie recht einseitig ist, ist aber dadurch als Partner und Gegenüber für die Böhm-Orgel ideal, weil sie mit all dem aufwarten kann, was man dort vermisst:

  • ein Schwellwerk

  • reiche Auswahl an Grundstimmen (8')

  • verschiedene engmensurierte Register mit streichendem Klang
    (Salicional, Geigenprincipal, Viol d'Orchestre)

  • eine lückenlose Abstufung von ganz leise bis ganz laut (ideal zum Begleiten von Instrumenten, Solisten oder Chor)

  • eine schöne Oboe als weiche und mischfähige Zungenstimme  

Wohin damit?

Nach sorgfältigen Überlegungen aller Fachleute hat sich als günstigster Standort die Nordempore erwiesen. Aus folgenden Gründen ist dort wohl der geschickteste Aufstellort für solch ein Instrument:

  • Platztechnisch: Die Nordempore wird im Gegensatz zum Altarraum und dem Platz unter den Emporen selten gebraucht. Eine 5 Meter hohe Orgel (auf 2,55m mal 1,60m Fläche) könnte dort gut Platz finden ohne im Weg zu stehen.

  • Akustisch: So wie bei alten Schwalbennestorgeln ist die Nord- oder Südseite klanglich der günstigste Ort, da sich der Schall ja kreisförmig ausbreitet und somit auch ein kleines Instrument von der Mitte der Kirche aus den Raum gut füllen kann.

  • Klimatisch: Die Nordseite ist nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt, sodass ein dort aufgestelltes Instrument besser auf die Temperaturveränderungen reagieren kann.

  • Logistisch: Der Spieltisch der Böhm-Orgel und der der Keates-Orgel wären nur wenige Schritte voneinander entfernt, sodass bei Gottesdiensten und Konzerten der Organist unkompliziert und rasch zwischen beiden Instrumenten wechseln kann.
    Die Orgel ist seitenspielig, d.h. die Blickrichtung des Organisten ist direkt in den Altarraum, sodass der Organist bei Musik zum Abendmahl oder bei Konzerten mit Chor und Orchester ganz nah am Geschehen sein kann.



 

Good from far but far from good,

wie es auf englisch heißt (zu deutsch: Gut von weitem aber weit weg von "gut"). Ganz so schlimm steht es um die Keates-Orgel nicht - es ist ein solides und klangschönes Instrument - aber auch hier muss einiges getan werden.

Hier sieht man Bilder aus der methodistischen Kirche in der Furlong Road in Rotherham, wo sie seit 1909 stand, die Manubrien (Registerknöpfe) links und rechts der Klaviaturen, Pfeifen und Registerzugstangen im Inneren sowie den Motor und einzelne Gehäuseteile im Zwischenlager bei Familie von Thaler (vielen Dank) in der Schlossgasse.

 

 

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Ca. 15.000 Euro sind in den Jahren 2013-2016 bereits ausgegeben und verwendet worden: Für Ankauf und Transport der Keates-Orgel (11.500), die Produktion der Benefiz-CD (2.700) und Anderes, wie z.B. die schönen Urkunden, die Sie als Pfeifenpatenschafts-Spender bekommen.